Klein, aber oho!
Kapriolen des Klimawandels: Man muss bis ins Jahr 1985 zurückgehen, um eine ähnlich ertragsarme Weinlese in der Champagne zu finden. Zunächst haben die Frostperioden im Frühjahr die Knospen stark beschädigt und zu einem historischen Rückgang der Erntemengen geführt. Dann folgte ein sehr heißer und trockener Sommer, was wiederum die Reifung der verbleibenden Trauben beschleunigte und eine frühe Ernte erzwang.
Folge: Zwar gab es nur 7.000 Kilo pro Hektar zu ernten, doch die Qualität der Trauben ist dank des heißen Spätsommers außergewöhnlich gut. Die gepressten Moste weisen bereits jetzt eine so perfekte Balance aus hoher Reife und typischer Frische auf, dass Kellermeister sie mit den legendären Spitzenjahrgängen 1921, 1947 und 1959 vergleichen. (Erstes Bild Homepage: Weinberg Krug; Foto: Jenny Zarins);