Nicht mit nackten Füßen!

Trauben mit den nackten Füßen zu zertrampeln, ist zwar ein Höllenspaß, in der Champagne aber sinnlos. Hier arbeiten viele Winzern mit der Coquard-Presse, also maximal schonend, sodass der Saft durch die Schlitze der Holzlatten nach außen abfließen kann und die Trauben nicht gedreht oder mechanisch umhergewirbelt werden. Grund für diese Methode: Champagner wird zu zwei Dritteln aus roten Traubensorten (Pinot Noir und Pinot Meunier) gekeltert – also weißer Saft aus dunklen Trauben.

Nun ist es so, dass der rote Farbstoff in den Traubenschalen sitzt. Durch das Treten und anschließende Liegenlassen auf der Maische würde der Saft den roten Farbstoff sofort extrahieren. Der Champagner würde ungewollt rot oder rosa. Für eine Rosé wäre das okay. Für alle anderen Champagner aber nicht. Und: Durch das Stampfen im Fass entsteht feiner Trub und Sauerstoffkontakt. Champagner benötigt für seine typische Frische und Eleganz jedoch einen extrem klaren, unoxidierten Most direkt aus der ersten Pressung.

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Klein, aber oho!

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So früh wie nie