Je kühner, je grüner

Die Champagne hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 komplett nachhaltig zu produzieren. Alle Winzer und Hersteller sind gefordert. Es geht erstens um den Erhalt und die Förderung von Terroirs und ihrer Biodiversität; zweitens um die Verringerung des CO2-Fußabdrucks; und drittens um eine nachhaltige Wasserwirtschaft. Viele große Unternehmen haben angefangen, allmählich auf Bio-Anbau umzustellen. Das in Reims ansässige Haus Vranken-Pommery hat bisher 175 seiner 285 Hektar Rebfläche in der Champagne auf biologische Bewirtschaftung ausgerichtet. Auch große Maisons wie Deutz, Gosset oder Piper-Heidsieck ziehen nach. Selbst Ein-Personen-Winzerbetriebe streben immer stärker nachhaltigen Anbau entlang aller Produktionsschritte an. Nicht wenige bestellen beispielsweise ihre Weinberge wieder mit Pflug und Pferden, um Boden und Pflanzen zu schonen.

Bereit im Jahr 2003 wurde in der Champagne eine CO2-Bilanz für die gesamte Branche erstellt und ein Aktionsplan entwickelt, von dem künftige Generationen profitieren sollen. Sämtliche Winzer, Fachleute und in den Weinbau involvierte Berufsgruppen machen freiwillig mit. Eine für alle verpflichtende systematische Zertifizierung gibt es nicht. Das ist nach wie vor eine gute Entscheidung. Denn die Kleinteiligkeit der Strukturen ist in der Champagne für die Umsetzung eines solchen Zwang-Szenarios viel zu komplex und letztlich unrealistisch.  Video…

Vranken Pommery.jpg
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Je oller, je doller