Düsseldorf contra Paris
4.200 Aussteller und über 42.000 Fachbesucher kam 2025 auf die ProWein nach Düsseldorf. Das reicht zwar noch, um sich die größte Weinmesse der Welt nennen zu können. Doch die Zahlen verheißen nichts Gutes: Denn schon im vergangenen Jahr waren die Besucherzahlen mit knapp über 5.200 Winzern, Produzenten und Gastronomen und 47.000 Besucher rückläufig. 2019 waren es noch über 6.900 Anbieter und 61.500 Fachbesucher.
Die Gründe für den schleichenden Niedergang: Düsseldorfer Hotel- und Übernachtungspreise sind den meisten Gästen zu teuer. Und wenn sich diese Abzocke nicht bald ändern, wird Paris mit seiner „Wine Paris“ Düsseldorf bald tatsächlich den Rang abgelaufen haben.
Ein kleiner Lichtblick: Die meisten Champagner-Winzer, die in Düsseldorf waren, sind mit ihrem Auftritt am Rhein durchaus zufrieden. In Paris fühlen sie sich nämlich unter vielen Champagner-Häusern etwas verloren. „Wir schätzen hier die Exklusivität und auch das internationale Publikum“, sagt Caroline Ariston von Champagner-Haus Aspasie (Brouillet). Während in Paris vor allem Franzosen zu Gast seien, seien in Düsseldorf viele Amerikaner und Asiaten zu Besuch. Das könne Paris nicht bieten – eine Einschätzung, die viele Champagner-Produzenten auf der ProWein teilen. „Wir kommen nächstes Jahr auf jeden Fall wieder“, meint Caroline.